Montag, 24. März 2014

Frühling in der großen Stadt

Früher Nachmittag, überfüllte U3 Richtung St. Pauli, schlechte Laune.

Ich war Stunden vorher von der in mein Schlafzimmer scheinenden Sonne und den herum brüllenden Vogelhorden vor dem Fenster aufgewacht, das hatte den Start in den Tag ein wenig ruiniert. Der erste Gedanke des Tages war "Toll, dann ist jetzt wohl Frühling!".

"Letztes Jahr um diese Zeit lag Schnee" erinnerte ich mich unter der Dusche stehend und lachte gedankenverloren. Früher war alles besser...

Jetzt hocke ich in der zu vollen U3 inmitten von Chaos und sehe pilotensonnenbrillentragende Styler in Flip Flops, hipsterdutttragende Tussen im wehenden Sommerkleidchen und jutebebeutelte Oberlippenbartträger, deren leichengleich bleiche Stelzen in über dem Knie umgekrempelten Jeans-Shorts beginnen und weiter unten in Chuck`s oder, vielleicht einer der grausigsten Anblicke aller Zeiten, in Clogs enden. In dunkelgrünen Clogs kombiniert mit babyblauen Füßlingen. Ich bin mir nicht sicher, ob das jetzt die Steigerung der deutschen Sauf-und-Ficktouristen mit den weißen Tennissocken in den Sandalen in El Arenal oder Phuket ist oder eben diese einfach nur parodieren soll.

Ich schüttele mich und versuche, die gewonnenen...eher aufgedrängt bekommenen...Eindrücke wieder aus dem Kopf zu verjagen.

Weder Gedanken an tote niedliche Miezekätzchen noch das Gebrülle von "August Burns Red" in meinem Ohr schaffen das. Ich gebe auf.

"Nächste Haltestelle: Sankt Pauli". Das Kackvolk wird zwar fast ausnahmslos mit mir zusammen aussteigen, in den Weiten Sankt Paulis verläuft sich das aber glücklicherweise schnell. Das dümmliche Gekicher wird abgelöst von den Koberern vor den Laufhäusern ("Willst du ficken? Komm rein, hier kannst du ficken! Und ein Bier kriegst du sogar gratis dazu. Zum Ficken!") oder von Typen, die sich kaum auf den Beinen halten können, unkontrolliert und manchmal eingepisst vor und zurück schwanken und wahllos Passanten am Jackenärmel zu fassen kriegen, mich leider auch.

"Alder, hassu ma Euro für mich oda zwei?"

Ja, ich hab einen Euro, vielleicht auch zwei, nur vergeude ich den nicht an irgendeinen Zugedröhnten, der mich nötigt stehen zu bleiben, indem er mich vehement am Ärmel fest hält, sodass ich mich fast losreißen muss. Ich gebe gern wenn ich kann. Nur eben nicht jedem. "Sorry, neeh. Hab nix. Und jetzt lass mal meine Jacke los bitte!"

"Ne Fotze bissu, Alder!" wird mir hinterher gebrüllt und vermutlich zeigt er mir auch noch den Finger, wenn er dazu bei dem Alkoholpegel oder der Chemie, die da durch sein System kreist, überhaupt noch in der Lage ist. "Ne verfickte Fotze bissu!". Innerlich koche ich und würde gern umdrehen und ihm die Meinung geigen - aber das verstünde er ja eh nicht mehr. Soll er eben in seiner eigenen Kotze pennen. Seine Entscheidung.

Ich laufe durch die Seiten- und Parallelstraßen der Reeperbahn, mache hier und da mal ein paar Fotos, wenn ich Street Art entdecke, die mir gefällt.



Oder wenn ansonsten (fast) weiße Wände interessanter werden, weil irgendjemand in ein bisschen falschem Deutsch seinen Begleitern die Fehler der letzten Nacht ankreidet.



Ich laufe durch die Kastanienallee, durch die Erichstraße, mache Halt auf dem Hans-Albers-Platz, den ich zu meiner Verwunderung trotz der nervenden Menschenmassen in der Bahn komplett für mich allein habe.

Ich laufe vorbei an Bars und Clubs und Orten, zu denen mir direkt Geschichten einfallen, die "Cobra Bar" in der Friedrichstraße, da war ich in meinen hamburger Anfangsjahren Stammgast und habe in dem Schuppen von absoluten Gelagen über böseste Keilereien bis hin zu Sex auf dem Klo, welches man nicht abschließen konnte, so ziemlich alles erlebt.

Vorbei an der Prinzenbar, in der ich mal "Dashboard Confessional" spielen sah, damals, als Chris Carrabba noch allein mit seiner Gitarre auf der Bühne stand. Bei "Screaming infedelities" habe ich einer vergangenen Beziehung wegen Rotz und Wasser geheult.

Einmal schwer schlucken, dann weiter. Hunger setzt ein. Kurz überlegen. Ja, heut mal was Verrücktes tun. Vegetarisch essen. Freiwillig. Falafel.

Zwanzig Minuten später endlich am Neuen Pferdemarkt angekommen, betrete ich den mir als "bester Falafel-Laden der verdammten WELT!!" empfohlenen Laden und steh vor dem Tresen wie der Ochs vor dem Berg. Stammele herum. Von vegetarischem Essen hab ich halt mal einfach keine Ahnung und jetzt soll ich mir mein Essen hier selbst zusammenstellen. Dabei kann ich maximal die Hälfte dessen, was da hinter Glas liegt, überhaupt identifizieren. Und generell ist da ja dieses Entscheidungsproblem. Zuviel Auswahl überfordert mich... Ich muss sehr hilflos ausgesehen haben.

Der Mensch neben mir, komplett in schwarz gekleidet, schwerst gepierct und mit einem "FCK CPS"-Shirt bekleidet, der Typ Mensch, der beim "Normalbürger" Gedanken an den bösen bösen "Schwarzen Block" aufkommen lässt und Fluchtreflexe auslöst, grinst erst sich einen und dann mich an. "Wenn ich dir was empfehlen darf..." Natürlich darf er und den Empfehlungen folge ich.

Eine halbe Stunde später sitze ich pappsatt auf der Rasenfläche vorm "Grünen Jäger", blinzele über den Rand meiner Sonnenbrille in die Sonne und erinnere mich an grandiose Momente und Nächte, die ich im "Jäger" erlebt habe. Das waren viele. Und Konzerte. Vor allem eines. "Maybeshewill" im März 2012. Ich skippe im Handy zu ihrem grandiosen Album, höre in der Sonne sitzend meine zwei liebsten Lieder und laufe dann weiter.

Auf der großen Kreuzung vom Neuen Pferdemarkt und der Stresemannstraße ist es zu einem Unfall gekommen, während ich dem Essen und der Musik frönte. Drei Polizeiwagen sind vor Ort, ich befürchte Schlimmes. Ein teurer Sportwagen hat einen Smart auf die Hörner genommen, der Smart liegt nun direkt vor einem angesagten Restaurant auf der Fahrerseite und die dort im Freien sitzenden Gäste verdrehen sich die Hälse und recken die Köpfe. Und tuscheln.

Ein Polizeibeamter nimmt die Personalien des Sportwagenfahrers auf, die restlichen fünf Cops stehen entspannt herum und genießen den Sonnenschein, der Fahrer des Smart beäugt währenddessen sein auf der Seite liegendes Vehikel.

Der Fahrer des Sportwagens, ich glaube, es ist ein Aston Martin, regt sich fürchterlich auf. Dabei hat sein Auto nur eine kleine Beule und ein paar Lackschäden.

Also in etwa einen Schaden von 24500 Euro.

Der Smart wird derweil wieder aufgerichtet. Da muss nur ne neue Fensterscheibe rein und kurz über den Lack gepinselt werden. Kostenpunkt 300 Euro oder so. Die Dinger sind halt unkaputtbar. Da anscheinend auch noch der Sportwagenfahrer schuld am Zusammenstoß ist, grinst der Smartfahrer zufrieden und ich freue mich mit ihm.

In der vielköpfigen Gruppe von Schaulustigen, die sich versammelt hat, wird unwissend getuschelt. Ob der Fahrer des Smart, der leibhaftig vor ihnen steht aber nicht erkannt wird, denn wohl wohlauf sei? Oder doch schwerstverletzt oder tot? "Immerhin ist der Smart ja umgekippt!" wirft eine mit wichtigem Blick ein und alle tuscheln zustimmend. Die Sensationsgeilheit tropft aus allen Poren.

Das wäre ja jetzt eigentlich mein großer Moment, meine five minutes of fame, ich sollte da jetzt auf die Mauer klettern, alle zur Ruhe bitten und dann erzählen, wie ich in einem Smart mal einen Unfall bei über 100 km/h erlebte und überlebte. Dann sollte ich sie auffordern, vor mir danieder zu knien und mich ab dann nur noch mit "gottgleicher Meister" anzusprechen.

Stattdessen setze ich meinen Weg fort, weg von den Spannern, hin zur Bahn.

Das geht gut mit Musik im Kopf. Kein weiteren Zwischenfälle.

Acht Minuten noch, dann darf ich wieder den HVV nutzen, ohne ständig nervös herum blicken zu müssen weil meine Monatskarte grad mal wieder nicht gültig ist. Ich stehe wartend vor dem Bahnhof Sternschanze inmitten von Menschen, die sich grad zum gemeinsamen Essen gehen, zum ersten Date oder zum Junggesellenabschied treffen. Tohuwabohu. Früher hätte ich mir in solchen Momenten eine Kippe angesteckt, heute beobachte ich nur und versuche, Eindrücke zu gewinnen.

"Darf ich dich fragen, ob du eine Zeitung kaufen möchtest?" fragt ein "Hinz&Kunzt"-Verkäufer schüchtern. Er ist übel zugerichtet, blaues Auge, blutverkrustete Lippe.

Ich verneine, ich möchte die Zeitung nicht kaufen. Stattdessen drücke ich ihm das letzte Geld, das ich noch dabei habe, in die Hand. Mehr als zwei Euro sind das auf keinen Fall, er freut sich aber tierisch darüber.

"Wenn noch ein paar mehr von deiner Sorte kommen, dann kann ich heut vielleicht in einem richtigen Bett pennen" sagt er, "von meinem alten Schlafplatz haben sie mich vertrieben.", dabei zeigt auf seine Wunden. Als ich frage, warum er vertrieben wurde, zuckt er mit den Schultern. "Die waren zu dritt und ich bin allein. Da wird nicht diskutiert."

Dann fehlen mir die Worte. Und ich muss schon wieder den Kloß im Hals herunter schlucken.

"Passt schon" sagt er, "ich kenn das ja nicht anders!"

Dann verabschiedet er sich optimistisch lächelnd per Handschlag, er möchte noch die restliche Kohle für eine Nacht in einem Bett rein kriegen.

Und ER wünscht MIR viel Glück, während ich immer noch sprachlos bin.

Ich sehe noch, wie einige wortlos und ohne seinen Blick zu erwidern an ihm vorbei laufen als er sie anspricht und es ist schwer zu ertragen.

Als ich später zuhause im warmen Bett liege, schäme ich mich fast dafür und schlafe mit fest gedrückten Daumen ein.

Kommentare:

  1. Klasse beobachtet....die Hipster mit den Clogs habe ich in Berlin, glaube ich, noch nicht gesehen. Aber Tussen mit Dutt sind hier auch "in". Ein Smart kann mal eben so leicht umkippen? Ich habe es immer geahnt, wenn ich mal mit einem Car2go gefahren bin. Und der letzte Teil der Geschichte lässt einen wirklich tief schlucken.

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    1. Diese Clogs-Geschichte war mir auch vollkommen neu, das ist wirklich die Krone des schlechten Geschmacks! Und dann noch die Farbkombi grün/hellblau. GRAUSIG!!

      Was den Smart angeht: Die "Elchtest"-Zeiten sind wohl vorbei vermute ich, die Karre kippt garantiert nicht bei jedem kleinen Rempler um. Ich denk mal, der Sportwagen hat den Smart einfach in einem ungünstigen Winkel erwischt, so sah es zumindest am Unfallort aus. Aber außer der kaputten Seitenscheibe hatte der Smart echt NIX! Seit meinem Unfall im Smart bin ich ja eh davon überzeugt, dass die Dinger einfach nicht kaputt zu kriegen sind. Vermutlich fahren die sogar nach einem Atomkrieg noch. Motorisierte Kakerlaken wenn man so will ;)

      Mit dem Obdachlosen habe ich ein paar Minuten geredet, ich wollte das aber nicht komplett ausbreiten und nieder tippen. Ein freundlicher, kluger Mensch mit Humor, der leider mal irgendwo in seinem Leben falsch abgebogen ist. Die Begegnung hat mich wirklich beeindruckt und ich hab recht lange drüber nachgedacht. Vielleicht treffe ich ihn mal wieder.

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  2. Thorge, du kannst einfach schreiben, und einen dabei mitnehmen.
    Sehr gelungen auch wieder, wie du mit Verben jonglierst.
    Ein atmosphärischer Spaziergang durch Hamburg, der traurig endet.
    Danke für´s Mitnehmen!

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    1. Dankeschön! Freut mich ganz besonders, wenn du das sagst, denn bei deinen Texten denke ich oft sehr ähnlich und bin beeindruckt von ihnen.

      Die ganze Geschichte ist schon Tage her, ich hab nur einfach nicht zu einem Ende gefunden. Normalerweise schreibe ich meine Texte an einem Stück durch, über diesem habe ich tage-/nächtelang gebrütet. Auch mal eine neue "Erfahrung". Umso mehr freue ich mich, wenn er gefällt :)

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  3. Ja, schöner Text--- zumal er genau in meiner alten Ecke spielt.
    Auf dem Rasen vorm grünen Jäger sitzen, ging damals allerdings kaum: Hundehaufen über Hundehaufen..

    Und kannst du mir ungebildeten Landei evtl mal erklären, für was das Kürzel
    "FCK CPS" steht?? Damit ich, wenn schon nicht mehr Großstädtisch, doch wenigstens Aptodeit bin??

    Frühlingsgrüße vom Land--
    ohne Dutts, dafür mit reichlich Clogs(deren Träger aber meist tatsächlich mal eben von der Gartenarbeit ins "Stadt"leben eingetaucht sind...
    die HH Exilantin

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  4. Hej Frau Exilantin :)

    Du hast auf Pauli oder in der Schanze gelebt? Schön :) Wohnen wollen würde ich dort nicht - zum einen, weil ich dann zu nichts mehr käme, weil ich jeden Abend durch die Straßen streifen würde, zum anderen, weil ich mich in meinem kleinen Barmbek-Nord viel zu wohl fühle - ...ansonsten mag ich die Schanze und die Teile Paulis, die nicht unmittelbar in Nähe der Reeperbahn liegen, sehr. Vom Hafen fangen wir mal gar nicht erst an...

    Das Rätsel um "FCK CPS" ist schnell gelöst. Das ist wie beim Glücksrad, kaufe ein "U" und ein "O" und schon hast du "FUCK COPS". Ich wäre da auch nicht direkt drauf gekommen, hätte ich das Shirt nicht schon auf einigen Demos und Konzerten gesehen. Mit "ungebildet" hat das nix zu tun, wenn man das Kürzel nicht kennt :)

    Die Clogs kenne ich auch aus der Gartenarbeit, meine Mutter hatte vor langen Jahren mal welche und trug die, wenn sie zuhause die Erdbeeren erntete oder die Stiefmütterchen pflanzte. Ich hab die Dinger an einem Hipster letzte Woche zum ersten Mal gesehen - ich hoffe, das bleibt auch so. Aber bei meinem Glück setzt sich der Trend voll durch...

    Liebe Grüße ins Exil, wo auch immer das noch war!

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    1. Sternstraße- Wohlwillstraße (Ecke Thadenstr)-dann ganz seriös wg Kind nach Ottensen.... DAAAAAAAAAAAAAAAAmals..
      Heute würd ich nie nich mehr in die Schanze oder überhaupt die SzeneViertel wollen...
      Moah, wasn Stress.Massentierhaltung...
      Ich bin zu alt für das.. Und brauch Platz..

      @Abkürzung: ok, also ein schlichtes "insert vocals"...
      und wie originell das Ergebnis : der Spruch ist ja kaum 40 Jahre alt... *hust
      früher hieß das ACAB.... aber da gabs auch noch Vokale für "umme" ;)

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    2. ACAB ist heut auch noch gern genommen, keine Sorge ;) Aber vielleicht/vermutlich meinen einige, dass das inzwischen ein "Mode-Begriff" geworden ist, den selbst die aus Othmarschen, die beruflich Sohn sind, schon kennen (was ja auch stimmt) und deswegen wurde was "Neues" erdacht. Wobei das Weglassen der Vokale auch abgekupfert ist, aber was soll`s...

      ACAB. Schönes Ding :) Acht Cola Acht Bier... Ich wurde mal von ein paar Beamten der Staatsgewalt von einer Demo entfernt, weil ich einen "Good night white pride"-Button trug - die Leute in ACAB-Shirts wurden nicht weiter beachtet. Da musste ich schon sehr lachen :)

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  5. Schoen geschrieben. Und diese Gaffer beim Unfall sind echt das letzte. War mal Zeuge bei einem toedlichen Autobahnunfall und in der Zeit in der ich meine Zeugenaussage machte, haben auf der Gegenfahrbahn (!!!) auf der Autobahn drei Autos angehalten und aus dem Fenster Fotos geschossen...

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    1. och- ich wurde Ecke Wohlwill/Thadenstr. damals mal von 5 Kerls mit Migrationshintergrund zusammengehauen (ich blöde Kuh fands doof, das die mich gezielt mit dem Auto auf die Hörner nehmen wollten und hatte deshalb gegen ihr heiliges Auto getreten)

      "Rinaldo", damals DER Italiener an der Ecke, war wie immer gut besetzt und so fanden sich schnell mindestens 20 Leute - wissbegierig und interessiert, ihre Biere und Weine, teilweise noch ein Schnittchen Pizza in der Hand- und guckten dem 5:1 Spektakel zu.

      Als alles vorbei war kam einer der Gaffer rüber zu mir: "hei- ich hab das alles gesehen, soll ich mit zur Polizei??"
      Das fand ich nach einer halben Stunde reaktionslosen Zuguckens doch etwas frech und meine Antwort war nicht höflich...

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    2. Schlimme Geschichte, Anonym. Wie feige diese Ratten sind- sowohl die Angreifer, als auch die untätigen Gaffer!

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    3. Ich schließe mich TS an. Sowohl die Schläger als auch die Gaffer ekeln mich an. Und das extremst.

      Wie kann man(n) tatenlos zusehen, wenn fünf Typen auf jemanden einschlagen? Ich versteh es nicht...

      Ich mach immer das Maul auf. Ich brülle rein, ich spreche die Schläger direkt an, außerdem hab ich direkt 110 gewählt und die Notrufzentrale am Ohr. Da ruf ich lieber ein Mal zu oft als ein Mal zu wenig an.

      Das hat schon oft funktioniert. Das wird nicht immer klappen und vermutlich kassiere ich auch mal Schläge, Zivilcourage stelle ich da momentan aber höher.

      Und wenn ich schon nicht deeskalierend einwirken kann, dann rufe ich zumindest Verstärkung.

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  6. Das ist mal wieder ein ganz besonders gut gelungener Blog-Beitrag.

    Was mich noch interessieren würde... Kannst Du den vermeintlich besten Falafel-Laden der verdammten Welt weiterempfehlen, oder geht es das nächste Mal lieber wieder zum Kumpir-König? :-)

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    1. Ich kann definitiv weiter empfehlen, es war echt gut! Würde aber vorschlagen, wir entscheiden spontan, wo beim nächsten Trip durch die Schanze eine Pause eingelegt wird. Näheres besprechen wir dann Samstag Abend/Nacht :)

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